Sie haben sich dazu entschlossen, einem putzmunteren Vierbeiner ein neues und gutes Zuhause zu geben?

Wunderbar, Gratulation. Ganz sicher ist der kleine Kerl oder die kleine Dame der niedlichste und schönste Hund von allen, ohne Zweifel.

Hundetraining TippsBei aller Freude, bei aller Niedlichkeit dürfen Sie eines nicht vergessen: Sie müssen für ein gutes Zusammenleben sorgen.

Entsprechendes Training bzw. Erziehung ist dabei nicht nur förderlich für ein harmonisches Mensch-Tier Verhältnis, sondern wird von Ihrem Hund regelrecht erwartet…

Enttäuschen Sie ihn nicht – Sie sind in der “Bringschuld”!

Befolgen Sie unsere 6 Tipps für die effektives Hundetraining, dann werden nicht nur Sie, sondern auch ihr vierbeiniger Freund viel mehr Spaß miteinander haben.

1. Rudelführer sein

Ganz egal, ob Sie im wahren Leben eher der tonangebende oder der folgsame Mensch sind, bei Ihrem neuen Freund sind Sie nur eines: Rudelführer! Seien Sie immer die maßgebliche, die tonangebende Person. Nicht ihr Hund bestimmt, wohin sie laufen und auch nicht, wann geschnüffelt werden darf. Nein, Sie bestimmen es. Wenn sich das für Sie zu hart anhört: Das ist es nicht, sondern es ist das ganz normale Verhalten eines Rudelführers.

Das bedeutet überhaupt nicht, dass Sie ständig bestimmen müssen, wann Ihr Hund etwas tut und wann nicht, denn er braucht ja auch seine Freiräume – bis zu einem gewissen Punkt! Und da sind Sie dann wieder als Rudelführer gefragt.

Im Endeffekt bedeutet das nichts anderes als Grenzen zu setzen – und diese Grenzen können durchaus willkürlich und spontan gesetzt werden. Sie müssen auch nicht immer gleichbleibend sein. Nur eines ist wichtig: Sie bestimmen, wann und wo eine Grenze ist und nicht ihr Hund.

2. Im „Hier und Jetzt“ leben

Viele Menschen gehen bei der Suche nach einem vierbeinigen Freund ins Tierheim, um ihr neues Familienmitglied zu „befreien“. Der Grundgedanke ist richtig und lobenswert, allein die Konsequenzen sind oftmals fürchterlich. Denn oftmals geschieht genau das, was einem Hund viel mehr schadet als nützt.

Sie kennen solche Geschichten: Hund kommt aus Tierheim in sein neues Zuhause, wird von vorne bis hinten verwöhnt und verhätschelt – und plötzlich funktioniert gar nichts mehr so, wie es soll, denn der Hund hat das Kommando längst übernommen.

Machen Sie auf keinen Fall solch einen Fehler. Holen Sie ihren neuen Liebling nach Hause, und dann? Dann setzen Sie die Uhr auf Null! Ihr Hund ist zuhause und es fängt eine neue Zeitrechnung an. Egal was vorher passiert ist, was auch immer ihr Hund mitgemacht hat, Sie wissen ganz genau, dass er bei Ihnen ein besseres Zuhause hat. Wunderbar!

Dabei belassen Sie es aber und gehen ganz normal mit ihm um, so, als hätten Sie ihn nicht aus dem Tierheim, sondern von einem Züchter. Glauben Sie es einfach: Ihr Hund lebt im „Hier und Jetzt“ und hängt nicht alten Sachen nach – was übrigens für Menschen oftmals auch schlau wäre. Und schon sind Sie wieder bei den Punkten 1 und 2: Konsequent und Rudelführer sein.

3. Keine festen Zeiten

Ein minutiös getimter Tagesablauf ist beim Hundetraining und bei der Erziehung deutlich überschätzt. Wir alle kennen die Geschichten von den „Gassi-Gehern“, nach denen wir die Uhrzeit stellen können. Pünktlich um 12 Uhr geht Herr Schmitz mit Dackel Waldi seine Runde, um 16 Uhr geht Frau Müller mit Cocker-Spaniel King einmal um den Block.

Und es gibt jeden Tag zur gleichen Zeit das Frühstück oder das Abendessen, sowohl für Mensch als auch für Hund. Eine prima Sache – oder doch irgendwie langweilig, so ein weiterer Automatismus?

Glauben Sie es, Ihr Hund braucht keine festen Zeiten, sondern kommt auch bestens damit klar, wenn er einmal um 8 Uhr sein Frühstück bekommt und ein anderes Mal um 9 oder 10 Uhr.

4. Fress-Kontrolle

Natürlich ist hiermit nicht gemeint, dass Sie die Mengen kontrollieren sollen, die ihr Hund am Tag zu sich nimmt. Das erklärt sich doch von ganz allein. Nein, ebenso wichtig wie die Kontrolle der Menge ist auch das „Was“. Ganz klar, Sie wissen ja, mit was Sie ihren Hund füttern.

Zeigen Sie Ihrem Hund dennoch, dass Sie auch beim Fressen Herr der Lage sind. Nehmen Sie ihm doch einfach einmal den Napf weg. Sollte er durch Knurren oder andere „Äußerungen“ protestieren, zeigen Sie ihm durch einen Blick oder ein Anstuppsen, dass derartige Proteste nicht gewollt sind.

So können Sie ihrem Hund Geduld beibringen – und eine zusätzliche Portion Vertrauen, denn schließlich bekommt er sein Fressen zurück. Beachten Sie aber weiterhin Punkt 1: Bleiben Sie konsequent, denn dann können Sie auch kontrollieren, was Ihr Hund vielleicht einmal bei einem Spaziergang an Fressbarem gefunden hat. Wir wissen alle, dass nicht unbedingt alles gesund für ihn ist.

5. Sitz und Platz

Zu den absoluten Grundregeln, die jeder Hund beherrschen sollte, gehören die Kommandos „Sitz“ und „Platz“…

Auch wenn es gar nicht den Anschein hat, „Sitz“ und „Platz“ sind grundverschieden, nicht nur in Bezug auf die Position. Ganz einfach gesagt bedeutet „Sitz“ schon im Vorfeld für den Hund „Achtung, gleich passiert was, also aufpassen“, bedeutet „Sitz“ also mehr oder minder Aufregung. „Platz“ hingegen bedeutet Ruhe. Auf jeden Fall und im Gegensatz zu vielen „Möchtegern-Hundeexperten“: Verzichten Sie auf große Gesten, das ist etwas für Schauspieler.

Üben wir das „Sitz“: Stellen Sie sich vor ihren Hund, schauen Sie ihn mit großen Augen an. Die großen Augen sind ein wichtiges Kommunikationsmittel für sehr viele Tiere, vor allem für Caniden, also für Hunde, Wölfe, Füchse, Schakale etc. Mit diesem „großen Blick“ sagen Sie in normalem Ton „Sitz“.

Ihr Hund wird Sie beim ersten Mal verständnislos anschauen und sich denken: „Hä?“ Kein Problem, Sie heben den Zeigefinger nach oben, also vor den Bauch oder die Brust, sagen noch einmal „Sitz“, beugen sich zu ihrem Hund herunter, eine Hand auf sein Gesäß, die andere vor die Brust. Dann drücken Sie behutsam aber bestimmt sein Gesäß nach unten. Wiederholen Sie das einige Male und es wird wie von alleine klappen.

Die Grundregeln beim „Platz“ sind ganz genau die gleichen, nur mit dem Unterschied, dass der Zeigefinger nach unten zeigt und Sie beim Herunterbeugen eine Hand auf das Gesäß und eine auf die Schulter ihres Hundes legen. Drücken Sie mit dem Kommando „Platz“ nun zunächst das Gesäß ihres Hundes nach unten und dann in einer fließenden Bewegung die Schulter. Sie werden sehen, der Erfolg stellt sich schnell ein.

Und nochmals: Unterlassen Sie die großen Gesten und lautes Geschrei. Machen Sie es richtig, können Sie Kommandos bald schon nur mit Fingerzeig und Lippenbewegung geben, ohne dass irgendjemand etwas bemerkt. Das ist doch viel aufregender, oder?

6. Bei Fuß laufen

Zugegeben, es bedarf schon etwas Aufwand und auch öfteres Nachhaken, aber hat Ihr Hund erst einmal gelernt, bei Fuß zu laufen, und das vielleicht sogar ohne Leine, dann ist das eine totale Entspannung bei den gemeinsamen Spaziergängen.

Auch hier der Hinweis: Lassen Sie die großen Gesten oder laute Kommandos! Das sind Sachen, die kein Hund und kein Mensch brauchen, es sei denn, Sie bestünden auf eine große Show. Für das tägliche Miteinander reicht blindes Verständnis, und ein gezischtes „Schttt“ oder „Tschikk“ bewirkt oftmals vielmehr als lautes Theater.

Vergessen Sie die in Mode gekommenen selbstaufrollenden Langlaufleinen, sie sind absolut unbrauchbar und machen mehr kaputt, als dass sie helfen. Die vermeintliche Freiheit, die Sie meinen ihrem Hund damit zu geben, wird sich ziemlich schnell als absolute Katastrophe herausstellen.

Zur Vorbereitung des Trainings sollte Ihr Hund möglichst schon etwas ausgepowert sein, aber natürlich nicht völlig k.o. Nehmen Sie ihn an die Leine und stellen Sie ihn neben sich auf. Gehen Sie jetzt langsam los. Natürlich wird Ihr Sonnenschein irgendeinen Kurs einnehmen wollen, aber Sie verhindern das, indem Sie gleichzeitig einen lauten Zischlaut wie beschrieben von sich geben und ihn entweder mit der Leine oder – bei größeren Hunden – mit der Hand zu sich ziehen.

Achtung: Die Leine nicht zu ruckartig und nie nach oben ziehen. Beides verursacht nur Stress, und das hilft ihnen beiden nicht. Ein kleiner, sanfter Ruck, ein lautes „Schttt“ – das war’s. Klappt das – verständlicherweise – nicht sofort, helfen Sie mit Geduld und ganz ruhig mit der Hand nach. Die Leine sollte beim „Fuß laufen“ niemals gespannt sein, denn auch das verursacht Stress.

Noch ein Tipp: Verzichten Sie beim Training auf zu viele Leckerlies. Das ist eine Unart, die nichts, aber auch gar nichts mit Hundeerziehung zu tun hat, sondern nur den Fresstrieb fördert und eine normale Nahrungsaufnahme ad absurdum stellt. Ihr freundlicher Blick, ihre Hand auf seinem Rücken oder das in-den-Arm-nehmen sind die Belohnung, auf die ein Hund wirklich wartet.

> die passende Erziehungsmethode…

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