Hund Beschäftigen: 5 Spannende Ideen Für Suchspiele

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Wir Menschen haben zwischen 20 und 30 Millionen Geruchszellen. Hunde besitzen über 200 Millionen Geruchszellen. Das ist auch der Grund warum Hunde eine längere Nase als wir Menschen haben.

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Unsere Vierbeiner können also über 10 Mal besser riechen als wir – wenn uns da nicht superspannende Suchspiele einfallen sollten, wie wir den Hund richtig beschäftigen…

Die Menschheit macht es sich schon lange zunutze und hat Hunde auf ganz spezielle Riechleistungen trainiert. So gibt es seit einiger Zeit Sprengstoff-Spürhunde, Falschgeld-Spürhunde, Fährtenhunde, Lawinenhunde, Drogen-Suchhunde, Diabetiker-Warnhunde und viele mehr.

Aber bedenken Sie:

Für Hunde ist die Suchleistung sehr anstrengend, auch wenn sie diese Aufgabe gerne erledigen. Ein Spürhund, der in einem Katastrophengebiet eingesetzt wird, muss nach spätestens 20 Minuten ausgetauscht werden, da er dann bereits total müde ist.

Haben Sie also einmal keine Zeit für einen ausgiebigen Gassi-Gang, können Sie als Ausgleich artgerechte Suchspiele mit Ihrem Hund machen. Er wird danach genauso müde und ausgelastet sein, wie nach einem langen Spaziergang!

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Dem Hund das gezielte Suchen beibringen – erste Schritte

Steigen wir gleich ein…

  • Nehmen Sie ein paar Futterbrocken und werfen Sie die Brocken kommentarlos in Richtung Ihres Hundes. Er wird sich hoffentlich freuen und sie sofort fressen.
  • Werfen Sie das Futter anschließend neben den Hund. Auch dieses Futter wird er problemlos finden und fressen.
  • Nun gehen Sie – am besten draußen – ziellos umher und werfen ab und an ein Futterstück auf den Weg. Findet Ihr Hund das Stück nicht sofort, helfen Sie ihm dabei.
  • Sobald sich die Nase des Hundes kräuselt und typische Atemgeräusche zu hören sind, benutzen Sie das Kommando „Such“ (oder ein ähnliches Kommando).
  • Nach einigen Wiederholungen wird Ihr Hund das gezielte Schnuppern mit dem Kommando „Such“ verknüpfen.

Suchen auf „bunter Decke“

Die folgende Übung können Sie prima im Wohnzimmer bei schlechtem Wetter ausführen:

  • Legen Sie eine bunte Decke aus oder benutzen Sie den Wohnzimmerteppich, solange er nicht einfarbig ist.
  • Platzieren Sie Ihren Hund einige Meter von dem Teppich oder der Decke entfernt.
  • Legen Sie nun einige Futterstücke wahllos auf der Decke aus. Das Ziel ist, dass Ihr Hund die Futterstücke nicht auf den ersten Blick mit den Augen erkennt, sondern dass er gezwungen ist, seine Nase einzusetzen.
  • Rufen Sie Ihren Hund anschließend zum Suchen und beobachten ihn genau. Er sucht mit der Nase, wenn diese sich kräuselt und er gleichzeitig stoßweise atmet.
  • Da der Hund die Leckerchen nicht sieht, sondern nur mit der Nase arbeitet, wird er die ganze Decke abschnüffeln müssen, um alle Futterstücke zu finden – und zwar Zentimeter für Zentimeter. Nach 10 Minuten ist er wirklich platt!

Hund außer Sicht

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Eine weitere Schlechtwetter-Variante ist folgende abgewandelte Übung:

  • Bringen Sie Ihren Hund aus dem Wohnzimmer und verstecken Sie die Futterbrocken im gesamten Raum auf dem Boden.
  • Rufen Sie Ihren Hund und lassen ihn suchen. Mittlerweile sollte er das Kommando „Such“ beherrschen und voller Freude den ganzen Raum absuchen.

Spannende Beschäftigung: das 3D-Suchen

Nun wird es noch schwieriger für Ihren Hund – aber auch interessanter!

  • Bringen Sie Ihren Hund wieder außer Sicht und verstecken Sie die Lerckereien erneut. Jetzt legen Sie das Futter aber nicht mehr auf den Boden, sondern suchen sich erhöhte Verstecke!
  • Im Wohnzimmer könnte dieses zum Beispiel die Tischkante sein oder die Stuhllehne. Rufen Sie Ihren Hund und lassen ihn suchen.
  • Sie werden erstaunt sein, dass er zuerst nichts findet, denn er war es gewohnt, nur auf dem Boden zu suchen. Helfen Sie ihm am Anfang, indem Sie auf die erhöhten Verstecke zeigen.
  • Das macht gar nichts – im Gegenteil, Ihr Hund wird sich über die Hilfe freuen und die Bindung zwischen Ihnen wird noch mehr verstärkt.

Fährten legen im Freien

Wenn Ihnen und Ihrem Hund das Suchen Spaß macht, können (und sollten) Sie draußen in Feld und Wald längere Fährten legen, die Ihr Hund absuchen soll. Auch das ist nicht schwer, aber diese Aufgabe benötigt einige Vorbereitungszeit.

  • Um eine Fährte zu legen benötigen Sie ein gut riechendes Material, das den Hund auch magisch anzieht. Am besten eignet sich dazu Bockwurstwasser!
  • Füllen Sie das Wasser aus einem herkömmlichen Bockwurstglas in eine Flasche. Gehen Sie nun ohne Hund mit der Flasche nach draußen, wo Sie die Fährte legen wollen.
  • Markieren Sie sich den Anfang der Fährte, die Sie nun legen wollen. Das ist ganz wichtig, denn Sie finden die Stelle später sonst nicht mehr wieder.
  • Neben der Markierung drehen Sie sich nun ein paar Mal um sich selbst, so dass Ihre Füße einen Kreis markieren.
  • Gehen Sie dann die Fährte langsam rückwärts in sehr kleinen Schritten. In jeden Ihrer Schritte geben Sie ein paar Tropfen aus der Flasche mit dem Bockwurstwasser.
  • Nach 30 Metern sollten Sie die erste Fährte beenden. Drehen Sie sich auch dort ein paar Mal um sich selbst. In diesen Endkreis sollten Sie eine Belohnung für Ihren Hund deponieren. Entweder ein Spielzeug oder eine Bockwurst!
  • Verlassenen Sie nun die gelegte Fährte und gehen Sie in einem großen Bogen zurück. Die Fährte sollte nun ca. 30 Minuten ruhen, damit sich alle Düfte entfalten können.
  • Holen Sie dann Ihren Hund und setzen ihn am Anfang der Fährte ab. Lassen Sie ihn komplett in Ruhe und schauen Sie, was er macht. Nach einer Zeit wird er die Fährte bzw. den Duft aufnehmen und bis zum Ende suchen.

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