Ähnlich wie bei der Erziehung von Kindern gibt es ganz verschiedenartige Philosophien bezüglich der Hundeerziehung. Ohne von Vornherein manche Methoden verurteilen zu wollen, zahlt sich längerfristig eine autoritäre Erziehung, basierend auf Belohnungen (mit Verzicht auf physische Bestrafungen) am ehesten aus.

Dennoch ist jeder Hund sehr individuell (eigene Charaktereigenschaften)…

Ergo: nicht jede Erziehungsmethode funktioniert bei jedem Hund. Bei aller Geduld und Beharrlichkeit sollte man seinem geliebten Vierbeiner keine Methode aufzwingen, die nicht funktioniert. Flexibilität und Experimentierfreude sind also in jedem Fall von Vorteil.


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Folgenden Fragen sollte man etwas genauer auf den Grund gehen:

  1. Was bedeutet artgerecht?
  2. Wie versteht der Hund richtig?
  3. Wo sind die Grenzen in puncto Autorität?

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Erziehungsmethoden situationsabhängig…

Erziehung im Haus: wenn der Hund etwas im Haus tut, was er wirklich nicht tun darf, reicht für den ersten Moment ein scharfes „Nein“. Wenn dies zu keiner Reaktion führt, kann man den Hund zu einem seperaten Platz (sein Korb o. ä.) führen, wo er für eine bestimmte Zeit ignoriert wird.

  • Sobald einige Minuten vergangen sind, kann man den Hund wieder zu sich holen und mit der vorherigen Situation (also seinem Fehlverhalten) konfrontieren.
  • Zeigt der Hund nun Besserung und verhählt sich korrekt, wird er ausgiebig gelobt. Sollte er sein Fehlverhalten wiederholen, beginnt der Vorgang („Nein“ > Separieren > Zurückholen) von vorn.

Erziehung im Freien: Wenn der Hund nun etwas im Freien „verbockt“, ist ebenfalls zuerst ein scharfes „Nein“ zu empfehlen. Wichtig ist bei allen Kommandos, sie möglichst kurz (einsilbig) zu halten und ganze Sätze zu vermeiden!

Zeigt das „Nein“ keine Wirkung, kann der Hund angeleint werden und muss „Fuß laufen“. Da er das in den meisten Fällen nicht besonders mag (besonders wenig in Umgebungen in denen ernormalerweise frei laufen darf), wird er sich dieses Muster schnell einprägen und aus seinem Verhalten lernen.
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Wenn man das Wort „Bestrafung“ hört, sollte man nicht gleich an Demütigung denken. Tatsächlich gibt es zwei Arten der Bestrafung die beide nichts mit Qualen oder Demütigung gemein haben. Auch in Sachen „Loben“ kann man zwischen zwei Varianten differenzieren.

Positive Bestrafung:

Man fügt dem Hund etwas zu, evtl. einen Leinenzug, Wegschieben, einen Klaps etc. Dies stellt eine physische Bestrafung dar, die solange nicht übertrieben, absolut legitim ist.

Negative Bestrafung:

Man nimmt dem Hund etwas, z. B. Aufmerksamkeit, Rückenzuwendung, Zugang verwehren durch in den Weg stellen oder auch Wegnehmen eines Spielzeug o. ä. und bestraft ihn damit.

Positives Loben:

Man gibt dem Hund etwas physischer Natur, z. B. einen Ball, Leckerlies, Spielzeug, Streicheleinheiten o. ä. Die „Leckerlie-Methode“ sollte allerdings äußerst sparsam angewandt werden.

Negatives Loben:

Man nimmt den Hund etwas, was ihn vorher offensichtlich behindert/gestört hat. Beispielsweise nimmt man den Hund von der Leine, wenn er vorher artig und mit Leine bei Fuß gelaufen ist. Dies wird als positive Bestärkung registriert.
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Man sollte darauf achten, dass bei jeglichen Aktionen ein gewisses Muster dahintersteckt. Bestrafen Sie nicht für das gleiche Fehlverhalten mit verschiedenen „Sanktionen“, sondern lassen Sie den Hund erkennen, dass für seine Aktionen eine Konsequenz zu erwarten ist – positiv wie auch negativ…

Erst wenn gewisse Methoden nicht anschlagen, sollten Sie variieren.

Bedenken Sie in jedem Fall:

Der Hund versteht nur die Intonation nicht aber unsere Sprache. Er lernt die Tonfolgen mit einem konformen Verhalten zu assoziieren und daher ist es notwendig, dass Kommandos stets in derselben Form artikuliert werden, verbal sollten Sie also niemals variieren.

Ohne Wiederholen geht nichts!

Hunde brauchen eine Menge Wiederholungen, um Gelerntes einzuprägen. Hunde brauchen Muster und Gewohnheiten nach denen Sie sich richten. Wenn Sie den Hund beim Verlassen eines bestimmten Ortes stets an der gleichen Stelle anleinen, wird er eines Tages von ganz allein an diesem Ort auf Sie und die Leine warten.

 

„Fordern aber nicht überfordern…“

Natürlich wollen wir aus unserem Hund keinen Roboter machen. Abwechslung, Action und Entertainment sind gerade das was Hund und Halter gleichermaßen viel Freude bereiten. Viele Hunde (besonders Stadthunde) können durch Langeweile und Mangel an Abwechslung Verhaltensstörungen annehmen, welche nur durch professionelle Hilfe wieder ins Lot gebracht werden kann.

Auf der anderen Seite kann auch eine Überforderung von Nachteil sein. Um eine Überforderung auszuschließen, sollten Sie das Hundetraining mit einigen kurzen Sessionen pro Tag beginnen und langsam steigern.

Ein Hund und seine Entwicklung sind abhängig von anhaltender Motivation. Aus diesem Grund ist intensives Loben und Belohnen nach gutem Verhalten unverzichtbar.

> Hund an die Leine gewöhnen…

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