Es gibt Hunde, die schon beim Wort Tierarzt nervös werden und sich verkriechen.

Die Angst vor dem Tierarzt ist unter Hunden weit verbreitet, leider. Doch wie lässt sich das Tier beim Mann mit dem weißen Kittel beruhigen?

Hund beim Tierarzt beruhigen Tipps

Mit ein paar Tricks können Sie dafür sorgen, dass Ihr Hund dem nächsten Besuch beim Tierarzt nicht mehr panisch entgegensieht und der ganze Besuch viel stressfreier für Sie beide wird.

Eines ist nämlich klar, der Tierarztbesuch mit einem panischen Hund bedeutet natürlich auch für Sie Stress und das macht die ganze Sache noch viel verzwickter.

Im Folgenden meine 7 besten Tipps…

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Hund beim Tierarzt beruhigen – 7 Tipps

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1) Angst vor dem Tierarzt vermeiden

Schon im Welpenalter wird meist der Grundstein für die Angst vor dem Tierarzt bei Ihrem Hund gelegt. Daher gilt es auch, Ihren Hund so früh wie möglich an den Tierarzt zu gewöhnen…

Den ersten richtigen Besuch beim Tierarzt machen Sie wahrscheinlich, um Ihren Liebling impfen und/oder chippen zu lassen. Nun wissen Sie ja wahrscheinlich selbst, dass Impfungen unangenehm sind und Sie können sich bestimmt vorstellen, dass es wehtut, wenn so ein reiskorngroßer Chip ohne Betäubung unter die Haut gespritzt wird.

Lenken Sie Ihren Hund während der Prozedur ab, loben Sie ihn und geben Sie ihm Leckerchen. Viele Hunde merken es im „Fressrausch“ gar nicht, wenn sie gepiekst werden.

Hat der Hund schon beim Betreten der Tierarztpraxis Angst, dann sollten Sie an diesem Tag die Impfungen und das Chippen nicht durchführen lassen..

Zeigen Sie Ihrem Hund dann lieber, dass es ganz toll ist, beim Tierarzt zu sein und dass es nicht mit Schmerzen verbunden ist. So ein Übungsbesuch kann bei einigen Hunden sogar dazu führen, dass der Hund gerne zum Tierarzt geht. So ein Ergebnis wäre dann optimal für künftige Besuche.

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2) Üben Sie den Besuch beim Tierarzt zu Hause

Auf den Tierarztbesuch können Sie Ihren Hund auch schon zu Hause vorbereiten…

Spielen Sie einfach die Untersuchung durch. Tasten Sie dafür den Bauch ab, schauen Sie Ihrem Liebling in die Ohren und ins Maul, tasten Sie die Lymphknoten ab, messen Sie Fieber (dafür gibt es auch spezielle Hundethermometer) und belohnen Sie Ihren Vierbeiner ausreichend.

Zeigen Sie ihm mit diesen „Doktorspielen“, dass die ganze Prozedur der Untersuchung etwas ganz tolles und Normales ist. Auch damit nehmen Sie Ihrem Hund die Angst.

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3) Gehen Sie ganz früh morgens zum Tierarzt

Der frühe Vogel fängt den Wurm oder aber erreicht ein Wartezimmer beim Tierarzt, das noch nicht nach gefühlt hunderttausend anderen ängstlichen Hunden riecht…

Planen Sie Ihren Tierarztbesuch so, dass Sie möglichst früh beim Tierarzt sind.

Machen Sie dafür einen Termin möglichst zur Öffnung der Praxis oder gehen Sie, falls Ihr Tierarzt keine Termine vergibt, so dorthin, dass die Praxis gerade erst geöffnet hat. Dann riecht es dort noch nicht nach so vielen anderen Hunden und auch nicht nach deren Stressgerüchen.

Für Ihren Hund ist dann die Situation schon viel stressfreier und angenehmer. Schließlich nimmt Ihr Hund die Gerüche der anderen Tiere auf und handelt auch danach.

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4) Macht Ihr Tierarzt auch Hausbesuche?

Falls Ihr Tierarzt auch Hausbesuche macht, dann haben Sie den Jackpot gezogen…

In heimischer Umgebung wird sich Ihr Hund grundsätzlich wohler fühlen, als in der Tierarztpraxis. Die vertraute Umgebung sorgt bei Ihrem Hund nämlich für Sicherheit.

Kann der Tierarzt auch zu Ihnen kommen, dann sollten Sie dieses Angebot in Anspruch nehmen, vor allem, wenn Ihr Hund Angst vor dem Besuch beim Tierarzt hat.

Bei bestimmten Untersuchungen bleibt Ihnen aber trotzdem auch ein Tierarztbesuch nicht erspart, beispielsweise wenn Ihr Liebling geröntgt werden muss.

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5) Wechseln Sie den Tierarzt!

Sie haben vielleicht schon die Erfahrung gemacht, dass Sie einen bestimmten Arzt nicht ausstehen konnten…

Das kann auch das Problem Ihres Hundes sein, wenn er Angst vor dem Tierarzt zeigt. Probieren Sie es daher einfach mal aus und gehen Sie zu einem anderen Tierarzt.

Klappt es dort besser, dann stimmte wahrscheinlich einfach die Chemie zwischen Ihrem Hund und dem Tierarzt nicht. Hunde sind sehr sensibel und reagieren daher auch auf diesen Faktor.

Wechseln Sie dann lieber den Tierarzt, auch wenn Sie sich vielleicht sehr gut mit ihm verstanden haben. Ihrem Hund nehmen Sie so großen Stress.

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6) Vermeiden Sie eigene Nervosität!

Sind Sie selbst beim Tierarztbesuch nervös, dann wird sich das auf Ihren Hund übertragen…

Seien Sie selbst daher einfach beruhigt. Falls Sie das nicht können, dann nehmen Sie am besten eine ruhige Begleitperson mit oder schicken Ihren Hund mit einer Vertrauensperson zum Tierarzt, die sich mit Ihrem Liebling versteht und dem Tierarztbesuch ganz gelassen entgegensieht.

Es kann nämlich auch sein, dass Ihr Hund nur Angst und Stress beim Tierarztbesuch zeigt, weil Sie diese Signale aussenden und Ihr Hund diese einfach nur aufgreift.

In Wirklichkeit hat Ihr Hund dann nämlich gar keine Angst vor dem Tierarzt, sondern bekommt diese Angst nur von Ihnen übertragen.

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7) Der Tierarzt ist ganz toll

Initiieren Sie einfach eine gekonntes Bespaßungsprogramm. Spielen Sie mit Ihrem Hund beim Tierarzt und nehmen Sie für den Notfall immer genug Leckerchen mit.

Zeigen Sie Ihrem Liebling, dass es ein total toller Ausflug ist, wenn es zum Onkel Doktor geht. Einige Hunde freuen sich dann auch darauf, endlich wieder zum Tierarzt zu dürfen.

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Empfehlung:

Um aus Ihrem Liebling einen echten Vorzeigehund zu machen, hat sich Johanna Essers Trainingskurs bewährt: