Trennungsangst bei Hunden zählt zu den am meisten beklagtesten Umständen der Hundeerziehung…

Ein Hund sollte bereits im Welpen-Alter daran gewöhnt werden, dass er auch mal einige zeit alleine bleiben muss. Gerade junge Hunde gewöhnen sich spielend an die Situation.


Trennungsangst Bei Hunden

Aber auch ältere Tiere können mit etwas Geduld noch an das alleine bleiben gewöhnt werden…

Zwar ist der Hund von Natur aus ein Rudeltier und will somit immer bei seiner Meute bleiben, jedoch ist dies im Alltag natürlich nicht immer möglich.

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Leichte Schule bei Welpen…

Wenn ein Welpe gleich nach sechs Wochen zu einer Familie kommt, kann dieser sich am einfachsten in der Familie entwickeln. Den Lebensrhythmus seiner Familie nimmt der Welpe somit automatisch an.

Wenn der Welpe nach intensiven Spielen erschöpft im Körbchen liegt, verlassen Sie das Zimmer leise ohne mit dem Tier zu sprechen. Der Hund merkt dann gar nicht, dass er alleine ist.

Nach einiger Zeit gehen Sie dann wieder ins Zimmer und geben dem Hund eine Leckerei. Einige Male wiederholt wird sich der kleine Racker schnell an das Muster erinnern.

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Allein sein mit positiven Erwartungen verknüpfen

Verlängern Sie die Zeit der Abwesenheit immer mehr und spielen Sie anschließend intensiv mit Ihrem Liebling. Immer weitere Abwesenheitszeiten können so einstudiert werden und vergessen Sie beim Zurückkommen nie den Hund zu belohnen.

Bevor Sie den Hund längere Zeit allein lassen, sollten Sie ausgiebig mit ihm gespielt haben, sodass der Hund dann erst mal müde ist. Vergessen Sie auch nicht dem Hund ein Kauknochen und ein Spielzeug zum Zeitvertreib da zu lassen.

Die Hundetrainerin Johanna Esser hat hier ganz spezielle Techniken parat.

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Konsequenz – Auch bei „Jammerlappen“

Selbstredend klappt das nicht immer sofort und Sie müssen die Situation mit ihrem Liebling öfters üben…

Sollte der Hund trotz Spielphasen und Leckerli winseln und jaulen, so müssen Sie in jedem Fall konsequent bleiben, auch wenn Ihnen dass noch so schwer fällt. Lassen Sie ihn ruhig jaulen, bis der Hund verstanden hat, allein zubleiben.

Tun Sie dies nicht konsequent ausführen, wird ihr Hund immer jaulen, weil er weiß, dass der dann nicht allein bleiben muss. Wenn er nach einer gewissen Zeit still ist, kommen Sie einfach mit ausgiebigen Streicheleinheiten zurück und der Hund weiß nun das er still sein muss, bis Sie wieder kommen.

Damit Sie viel Freude an Ihrem Liebling haben, müssen Sie hart bleiben. So wird der Hund in ihrer Abwesenheit friedlich träumen und knabbert somit keine Möbel an oder bringt Ihre Nachbarn nicht zur Räson.

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Erwachsene Hunde/Tierheimhunde

Bei älteren Hunden gestaltet sich das Alleine sein etwas schwieriger…

Bringen Sie viel Geduld mit und gehen Sie bei solchen Hunden vor wie mit einem Welpen. Entscheiden Sie sich für einen älteren Hund, erkundigen Sie sich am besten bereits vorab, ob der Hund an das Allein sein gewöhnt ist.

Bei Hunden aus dem Tierheim ist möglich, dass diese unter Trennungsängsten leiden. In diesem Fall sollten Sie sich fachliche Hilfe holen oder auch mit noch mehr Geduld arbeiten.

Mit einer kontinuierlichen Trainingseinheiten werden Sie Ihrem Hund über seine Trennungsängste hinweg helfen können. Hier können Sie bei den Übungen auch mit sich erhöhenden Zeitintervallen (1 Minute > 3 Minuten > 5 Minuten etc.) arbeiten.

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Daran sollten Sie bei Trennungsangst denken:

  • Den Hund frühzeitig an das Allein sein gewöhnen,
  • Zu Beginn den Hund nur kurz alleine lassen und dann langsam steigern,
  • Wenn Sie zurückkommen den Hund immer loben und liebkosen,
  • Bei Hunden aus dem Tierheim eventuell fachlichen Rat einholen.

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