Wenn sich Ihr Hund ständig kratzt und knabbert, dann hat Ihr Hund ein Problem. Ständiges Jucken beim Hund deutet oftmals auf Flöhe hin.

Doch was kann man tun gegen Flöhe beim Hund?

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Unser Tipp: Es ist Eile geboten, denn desto länger die Flöhe auf dem Hund sind, desto mehr Schaden richten sie an und desto mehr können sich diese Plagegeister vermehren. Handeln Sie also schnell!

Im Folgenden stellen wir einige Mittel & Methoden zu Hundefloh-Bekämpfung vor…

Was Tun Gegen Flöhe Beim Hund

Hat mein Hund wirklich Flöhe oder etwas anderes?

Um Flohbefall gut behandeln zu können und dem Hund das Leid des ständigen Juckens nehmen zu können, müssen Sie sichergehen, dass Ihr Hund tatsächlich von Flöhen befallen ist.

Auch Futterunverträglichkeiten oder beispielsweise Parasiten wie Herbstgrasmilben können starken Juckreiz bei Ihrem Liebling verursachen. Mit einem Flohkamm, einem angefeuchteten weiße Taschentusch, einem Stück Küchenrolle oder Toilettenpaper können Sie Sicherheit bekommen.

  • Kämmen Sie dafür Ihren Hund zunächst einmal mit dem Flohkamm.
  • Springen Ihnen dabei schön Flöhe entgegen oder Kämmen Sie Flöhe heraus, dann haben Sie schon Gewissheit und können sich die übrige Prozedur mit dem angefeuchteten Taschentuch ersparen.

Nicht immer kommen einem die Flöhe munter entgegen…

Manchmal ist es auch nur der Kot, den man entdeckt. Um das zu testen, können Sie den mit dem Flohkamm herausgekämmten Dreck auf das angefeuchtete Taschentuch bringen und dann heißt es, vorsichtig das Taschentuch mit dem Dreck reiben.

Können Sie dann auf der feuchten Oberfläche rötliche oder rötlich-bräunliche Streifen oder Punkte entdecken, dann war der Dreck kein „richtiger“ Dreck, sondern Flohkot. Denn im Flohkot sind auch Blutreste enthalten, die sich dann rötlich oder rötlich-braun zeigen.

Achtung:

Auch, wenn Sie der Meinung sind, dass Ihr Hund keine Flöhe bekommen kann, weil Sie ein Spot-On-Mittel benutzen oder ein Flohhalsband, sind Flöhe nicht ausgeschlossen. Nicht alle Mittel bieten einen hundertprozentigen Schutz!

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Die Hundeflöhe nachhaltig vertilgen

Hundeflöhe vermehren sich rasend schnell…

  • Nur ein Weibchen kann bis zu 50 Eier auf einmal legen und das bereits zwei Tage nach der ersten Blutaufnahme vom Hund.
  • Innerhalb von einer Woche schlüpfen dann aus den Eiern Larven, die sich verpuppen und nach etwa zehn Tagen fertige Flöhe sind.
  • Innerhalb von nur drei Wochen kann es also zu einer wahren Floplage kommen.

Für Sie bedeutet das, dass Sie ganz schnell den Flöhen den Garaus machen müssen und natürlich auch die Eier und Larven der Flöhe bekämpfen müssen.

So gerne man als Hundebesitzer dabei auch auf natürliche Mittel zurückgreifen möchte, wirklich wirksam sind leider nur die „Chemiekeulen“, um die Flöhe inklusive Eiern und Larven abzutöten.

So befreien Sie Ihren Hund von den Flöhen

Neben dem klassischen Flohshampoo können Sie auch Flohpulver einsetzen oder Spray gegen Flöhe und andere Parasiten, das dem Hund direkt ins Fell gesprüht wird. Damit können Sie schon einmal die Flöhe, Floheier und Flohlarven direkt am Körper Ihres Hundes abtöten.

Bei den meisten Mitteln zeigt sich das Ergebnis übrigens sehr schnell, indem Sie dann beispielsweise direkt nach dem Duschen des Hundes mit Flohshampoo tote Flöhe aus dem Fell kämmen.

hundeflöhe bekämpfen was tun

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Die Wohnung von Flöhen befreien

Nicht nur der Hund muss „flohfrei“ gemacht werden. Auch die Umgebung sollten Sie behandeln…

Das bedeutet in den meisten Fällen, dass die gesamte Wohnung sehr stark gereinigt und mit den Anti-Flohmitteln behandelt werden muss. Überall dort, wo der Hund sich aufhält, können sich nämlich Flöhe, Floheier und Flohlarven aufhalten. Einfaches Staubsaugen reicht nicht aus, muss aber dennoch gemacht werden.

Zudem sollten alle Textilien, die sich in der Waschmaschine waschen lassen, wie zum Beispiel das Hundeliege oder Bettzeug, auch sofort heiß in der Waschmaschine gewaschen werden. Alles, was sich nicht in der Waschmaschine waschen lässt, muss dringend mit Umgebungssprays bei Insektenbefall oder auch den bekannten Foggern behandelt werden.

Natürlich verteilt man so die ganze Chemie auch in der Wohnung und langes Lüften ist danach unbedingt nötig. Doch anders werden Sie der Flohplage kaum entgegentreten können. Eventuell müssen Sie die gesamte Prozedur auch mehrmals wiederholen, um wirklich alle Plagegeister zu töten.

Einem Hund OHNE Flöhe geht es besser

Sind die Flöhe inklusive der Floheier und Larven abgetötet worden, dann zeigt sich das Ergebnis schnell bei Ihrem Hund. Ihr Liebling wird wieder ruhiger, kratzt sich nur noch im normalen Umfang und Hautläsionen heilen schnell ab.

WICHTIG:

Dennoch sollten Sie Ihren vierbeinigen Freund dann noch entwurmen. Flöhe können nämlich Würmer übertragen. Zudem lohnt es sich, nach dem Flohbefall wieder ein Spot-On-Mittel oder Flohhalsband zu verwenden. Ein fast hundertprozentiger Schutz ist schließlich immer noch besser, als gar kein Schutz.

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Überblick für Ihre Floh-Bekämpfung

  1. Herausfinden, ob ein Flohbefall vorliegt
  2. Den Hund gegen Flohbefall behandeln (eventuell bei sehr starkem Befall oder bei großen Wunden auf der Haut auch den Tierarzt aufsuchen).
  3. Die Wohnung reinigen, alles waschbare (bsd das Hundebett) in der Waschmaschine waschen und die Wohnung mit Insektiziden behandeln.
  4. Den Hund entwurmen.
  5. Neues Spot-On-Mittel benutzen oder ein neues Flohhalsband.

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