Selbst Skeptiker werden früher oder später feststellen müssen: Clickertraining ist einfach das effektivste und freundlichste Hundetraining das wir kennen.

Mit Clickertraining lassen sich nicht nur Kommandos und Verhaltensregeln beibringen, sondern bestehende Hunde-Probleme lösen.

Lassen Sie uns einen genaueren Blick auf diese Methode werfen…

Clickertraining für Hunde

Beim Clickertraining für Hunde macht man sich verhaltenswissenschaftliche Techniken zunutze, um auf deutliche Weise mit dem Hund kommunizieren und agieren zu können. Heutzutage wissen wir besser, wie Hunde denken und lernen – Clickertraining ist schlichtweg die praktische Anwendung dieses Wissens im Alltag.

Diese Art von belohnungsorientiertem Training basiert auf Kooperation, Gleichmäßigkeit, Wiederholung und positiver Bestärkung.

Der Clicker bietet ein Training, frei von jeglicher Gewalt oder harschen Korrekturen. Das beste am Clickertraining sind die Ergebnisse die Sie und Ihr Hund erzielen – obendrein haben Sie eine Menge Spaß.

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Was ist ein Clicker & wie geht das Training?

Der Clicker ist ein spielzeugähnliches Plastikgerät mit einem Metallstreifen, der ein schnelles und klares Geräusch erzeugt, wenn er heruntergedrückt wird.

Wir nutzen dieses Geräusch für unsere Zwecke, um bestimmte Verhalten im Bewusstsein des Hundes hervorzuheben. Dadurch können wir unseren Hunden ein präzises Feedback bieten – magische Kräfte hat der Clicker nicht.

Wie funktioniert das Training und wie kann eine simple Plastikbox meinen Hund dressieren?

Nein, der Clicker trainiert den Hund nicht – der Clicker ist nur ein wichtiges Werkzeug im Trainingsprozess…

Clickertraining basiert auf das Verständnis von Lernprinzipien, Psychologie und Verhalten von Hunden. Außerdem nutzt es die Prinzipien der operanten Konditionierung und der klassischen Konditionierung.

Wenn wir all dieses Wissen miteinander kombinieren, erhalten wir die beste Kommunikation mit einem Hund, die es gibt. (siehe Hundetraining v. Ben Bretsch“)

Der Kern des Clickertraining ist folgende, bewiesene Theorie:

bestärktes oder belohntes Verhalten eines Hundes wird eher wiederholt als Verhalten, welches nicht bestärkt oder belohnt wird. Nicht belohntes Verhalten wird als Folge weniger häufig auftreten.

Im traditionellen Training müssen Tiere anhand der Reaktionen von Menschen erkennen, was sie machen sollen und was nicht. Dies ähnelt dem Lernprozess, den Tiere in der freien Wildbahn durchlaufen – dort lernen Sie von anderen Tieren.

  • In unserem Training lernen Tiere, wie man Futter findet, Fähigkeiten ausbaut und neue Wege zum Spaß haben findet. Die Hunde lernen, während sie den angeborenen Erkundungsprozess erleben.
  • Im Grunde genommen machen wir uns bei dieser Art von Training die Tatsache zunutze, dass Hunde immer aus der direkten Konsequenz ihrer Handlungen lernen.
  • Sollten wir also diese Konsequenzen kontrollieren können, so können wir auch das Verhalten unseres Hundes kontrollieren.

Ich weiß, was Sie nun denken werden: „Wie kann ich die Konsequenzen des Verhalten meines Hundes kontrollieren?“. Nun, wir erreichen dies durch sofortige Rückmeldung. Dieses Feedback bzw. diese Konsequenz kann folgende Formen und Reaktionen annehmen:

1. Positive Bestärkung – Wir erreichen eine Stärkung des Verhaltens, oder sorgen dafür, dass es öfters auftritt.

2. Negative Bestärkung – Wir nehmen etwas weg, um ein Verhalten zu schwächen oder seine Häufigkeit zu minimieren.

3. Positive Bestrafung – Wir fügen etwas hinzu, um die Häufigkeit oder Stärke eines Verhaltens zu schwächen.

4. Negative Bestrafung – Wir nehmen etwas weg, um Häufigkeit oder Stärke eines Verhaltens zu schwächen.

5. Auslöschung – Wir bestärken ein Verhalten nicht mehr, damit es verschwindet.

Was soll das alles heißen? Indem wir diese 5 verschiedenen Konsequenzen nutzen, können wir ein Verhalten verstärken oder verschwinden lassen.

Hier habe ich ein paar Beispiele aus dem Alltag gesammelt. Diese Beispiele sollen zeigen, wie der Hund anhand der Konsequenzen seines Verhaltens lernt.

1. Wenn Sie Ihrem Hund jedes Mal, wenn er Sitz macht, ein schmackhaftes Leckerli hinwerfen, so erreichen Sie, dass der Hund öfters „Sitz“ macht. Durch die Belohnung wird das Sitzverhalten bestärkt und tritt dadurch öfters auf.

2. Das gleiche gilt auch für folgendes Szenario:

Sie haben einen Hund, der gerne mal an Ihnen hochspringt. Jedes Mal, wenn der Hund das macht, knuddeln Sie ihn leicht oder kratzen ihn hinterm Ohr. Sie belohnen also sein Verhalten und bestärken es dadurch. Warum sollte der Hund also nicht mehr an Ihnen hochspringen?

Im Gegenteil: Er würde sich über eine verpasste Gelegenheit ärgern.

Klassische Konditionierung:

Sobald wir die Effektivität von operanter Konditionierung mit der Kraft des klassischen Clickertrainings für Hunde kombinieren, werden wir erstaunliche Ergebnisse erzielen…

Klassische Konditionierung ist das Paaren zweier, verschiedener Reize, um eine Assoziation zwischen beiden zu erreichen.

Stellen Sie sich das ganze als Hund vor:

Wenn Sie als Mensch Ihre Jacke anziehen, denkt der Hund, dass es Zeit für einen Spaziergang ist und wird ganz aufgeregt. Im Bewusstsein Ihres Hundes haben sich nämlich zwei unabhängige Dinge verlinkt – Die Jacke und der Spaziergang.

Beim Clickertraining wird der Klang des Clickers mit dem Erhalten einer Belohnung verknüpft. Sobald Ihr Hund das Klicken hört, wird er eine Belohnung erwarten. Ich finde es wirklich erstaunlich, wie schnell Hunde den Zusammenhang zwischen dem Klick und dem Leckerli herstellen.

Anmerkung: Ich weiß, dass Ihnen all diese Theorien etwas verwirrend vorkommen können – Keine Sorge! Die Effektivität und Kraft eines Clickertrainings wird spätestens dann klar, wenn Sie es selbst ausprobieren.

Was all diese ganzen Theorien für uns bedeuten ist, dass wir uns beim Clickertraining eher auf das Hervorheben und Belohnen gewünschten Verhaltens konzentrieren und nicht auf das Bestrafen von unerwünschtem Verhalten.

Trainingseinheiten sind motivierend, voller Lob und Belohnungen und darüber hinaus frei von Gewalt, Bedrohung oder harscher Bestrafung (im Gegensatz zu vielen anderen Trainingsmethoden).

Die klare Betonung positiver Bestärkung lässt den Hund durch das komplette Training hinweg frei sein, denken, lernen und experimentieren. Die natürlichen Triebe des Hundes werden gefördert anstatt durch Gewalt oder Drohungen unterdrückt zu werden.

Der Hund kann sich vollständig auf die Herausforderung des Lernens konzentrieren und neue Dinge ausprobieren. Wenn der Hund etwas falsch macht, muss er keine Angst vor einer Bestrafung haben.

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Welche Situation ist am besten für einen Hund geeignet, um zu lernen und eine Verbindung mit dem Trainer aufzubauen?

Der Clicker selbst ist ein grundlegendes Werkzeug, welches wir zum Aufbauen, Formen und Bestärken von erwünschten Verhalten benutzen…

Mit dem Clicker soll das gewünschte Verhalten (Sitz, Platz) genau dann markiert werden, wenn es gerade statt findet. Es hebt genau dieses Ereignis hervor und liefert Ihrem Hund eine sofortige, positive Rückmeldung (und genau das müssen Hunde lernen!).

Hunde lernen sehr schnell, dass der Clicker eine gute Sache ist!“

Der Clicker kündigt eine Belohnung an und mit der Zeit wird der Hund sogar auf dieses Geräusch warten. Manche Trainer nennen den Clicker ein „Brückenreiz“. Damit meint man, dass der Klick mit einer Belohnung verknüpft wird (Leckerli, Lob, etc..).

Der Klick signalisiert Ihrem Hund außerdem, dass sein Verhalten vollständig ist und die Arbeit getan ist.

Sobald Sie das erwünschte Verhalten (Sitz, Platz, etc..) erreicht und gefestigt haben, können Sie den Clicker und die Belohnung langsam aus dem Training entfernen. Anschließend können Sie und Ihr Hund einfach mit einem anderen Trick weiter machen!


Fazit zum Clickertraining für Hunde…

1. Baut eine starke Verbindung zwischen Trainer und Hund auf, basierend auf Kooperation und gegenseitigem Respekt

2. Ist eine positive, behutsame, gewaltfreie und motivierende Trainingsmethode

3. Setzt auf eine bewiesene, wissenschaftliche Methode, die auch funktioniert.

4. Eignet sich sehr gut für junge Welpen – es ist nie zu früh, um mit Clickertraining anzufangen!

5. Konzentriert sich darauf, dem Hund beizubringen, was richtig und was falsch ist. Dies baut selbstbewusste Hunde auf.

6. Erzieht einen selbstdenkenden und kreativen Hund.

7. Ist eine sehr nachsichtige Trainingsmethode – gehen Sie einfach raus und probieren Sie es aus!

8. Die Hunde freuen sich auf das Training und sind frei von Stress

9. Clickertraining eignet sich auch (und besonders) für große und schwere Hunde…

Das liegt daran, dass Sie in Kooperation mit Ihrem Hund und nicht gegen ihn arbeiten. Sie drücken, ziehen oder misshandeln Ihren Hund nicht. Hey, man hat sogar Nilpferde mit Clickern traininert. Glauben Sie bloß nicht, dass sich diese Methode nicht für große Hunde eignet!

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