Paulina Adamczyk von der Dogtisch Academy

paulina adamczyk dogtisch academy

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Kennen Sie BARF? Wenn ja, dann sind sie vielleicht auch schonmal über den Namen Paulina Adamczyk gestolpert. Paulina ist diplomierte Tierernährungsberaterin und betreibt den erfolgreichen Onlinekurs Dogtisch Academy.

Zu diesem Kurs haben wir hier einen Erfahrungbericht erstellt.

Doch wer ist die fesche Macherin hinter dem Programm, was treibt sie an und welche Ratschläge kann sie uns über Hundeernährung und BARF geben? Am besten wir fragen sie einfach selbst, Paulina hat sich nämlich ganz spontan für ein kleines Interview bereiterklärt.

Interview mit Paulina Adamczyk (Dogtisch Academy)

Wir freuen uns, dass du dir Zeit für ein paar Fragen und Antworten mit uns genommen hast. Wie bist du zum Thema Hundeernährung und Barf gekommen?

Ich freue mich, dass ich die Gelegenheit bekomme über dieses spannende Thema zu sprechen. Danke für die Einladung. Das Thema Hundeernährung ist in den letzten Jahren sehr ernst geworden und beinahe jeder Hundebesitzer, der seinen Hund artgerecht halten möchte, wird sich früher oder später mit diesem Thema auseinandersetzen müssen.

Der Markt ist überschwemmt an Produkten und hier ohne eine Weiterbildung den Überblick zu bekommen ist fast kaum möglich. Ich habe Lebensmittel- und Biotechnologie studiert und habe mich dann vom Menschen auf den Hund spezialisiert und mich schlau gemacht, welche verfahrenstechnische Verfahren angewendet werden um Hundefutter zu produzieren.

Dann, wie es das Schicksal so will, ist Balou in mein Leben getreten und ich habe mich immer intensiver mit der Ernährung auseinandergesetzt, nicht nur weil es mich von Grund auf interessiert, sondern weil er ein großes Bedürfnis nach einer guten Ernährung hatte. Er war anfangs sehr krank und eine gesunde Ernährung ist nunmal das Fundament für ein gesundes Leben.

Nach einigen Minuten im Netz habe ich dann bereits das Wort B.A.R.F. gelesen und mich in diesem Gebiet auch mit einer intensiven Ausbildung weitergebildet. Ich habe Dogtisch gegründet und versuche seit jeher mein Wissen mit allen Hundebesitzern auf dieser Welt zu teilen.

Wie bewertest du herkömmliche Hundenahrung aus der Großindustrie und warum brauchen Hunde deiner Ansicht nach eine artgerechte Ernährung?

Je nachdem was du mit herkömmlich meinst? Es gibt viele Wege nach Rom und B.A.R.F. ist einer davon. Daneben gibt es noch gekochte Rationen, Nassfutter, Trockenfutter, halb feuchtes Futter und und und.

Ich möchte ganz deutlich machen, dass Dogtisch in seinen Ausbildungen stets objektiv bleibt und aus keiner Ernährungsform eine Religion macht, so wie man es oft in Foren und Gruppen liest. Es ist wichtig informiert zu sein und den Hund artgerecht zu ernähren. Das kann man ebenso mit einem herkömmlichen Produkt aus dem Futterfachmarkt.

Man muss nur unbedingt wissen, welche Kriterien erfüllt werden müssen, um eine hohe Qualität zu gewährleisten – und genau das erfährt man in den Ausbildungen und Kursen der Dogtisch Academy. Du kennst sicher das Sprichtwort “ Du bist, was du isst!“ Wenn der Hund mit Abfall und minderwertigen Komponenten ernährt wird, kann er in seinem Körper keine gesunden Zellen bauen. Es ist wichtig den Hund artgerecht zu ernähren, weil er es verdient hat.

Welche Vorurteile, Klischees und Falschinformationen siehst du immer wieder im Internet und sonstwo bzgl. artgerechter Rohfütterung?

Das worüber sich die meisten Menschen die Köpfe zerbrechen ist, dass der Hund krank wird, die Rohfütterungsform sehr kompliziert ist, es ist sehr zeitaufwendig und auch kostenintensiv. Viele meinen außerdem, dass der Hund nicht bedarfsdeckend ernährt wird.

Meiner Ansicht nach sind Sorgen okay, sie stammen aus dem tiefen Inneren des Menschen und dürfen existieren. Wir dürfen nur nicht vergessen, dass uns die Industrie häufig sehr gut im Griff hat und uns vermittelt, dass wir gar nicht in der Lage sind, selbstständig Dinge zu komplettieren und umzusetzen. Aus diesem Rad sollten wir uns definitiv befreien.

Eines der vielleicht größten Bedenken gegenüber Barf ist der erhöhte Kostenaufwand. Was entgegnest du dieser Sorge?

Jeder Mensch hat ein anderes Bild vor Augen, wenn es um Kosten geht. Der eine hat 100 EUR/Monat, der andere 200 EUR/Monat und noch ein anderer vielleicht aber nur 50 EUR/Monat zur Verfügung. Kosten sind immer sehr individuell zu bewerten.

Des Weiteren ist es wichtig festzustellen, dass egal ob es sich um ein hochwertiges Fertigfutter oder um eine hochwertig zusammengestellte Ration aus rohen Komponenten handelt, der Preis wird sich immer zu einem minderwertigen Produkt unterscheiden. Kaufen wir eine Fleischdose zu 400g um 1,00EUR dürfen wir nicht erwarten, dass darin ein BIO Weiderind verarbeitet ist. Ich hoffe du verstehst, worauf ich hinaus möchte.

Je nachdem für welche Qualität ich mich entscheide, können die Produkte teurer oder billiger sein. B.A.R.F. ist nicht teurer als ein hochwertiges Fertigfutter, im Gegenteil oft sogar günstiger.

Welche Veränderungen konntest und kannst du bei Hunden nach der Umstellung von Industriefutter auf Barf Ernährung beobachten?

Nach den vielen Jahren in dieser Branche kann ich tatsächlich so einiges berichten. Die meisten Hunde sind begeistert von der Frische, den Geschmäckern und der Vielfalt. Das Erscheinungsbild verändert sich und in vielen Fällen kann man eine Verbesserung in der Gesundheit und im Wohlbefinden merken. Waren sie vorher sehr wählerisch, fangen sie nun wieder an zu wedeln und sich augenscheinlich zu freuen, wenn der Napf gefüllt wird.

B.A.R.F ist eine herrliche Möglichkeit genauestens herauszufinden, was der Hund gerne frisst und wie er darauf reagiert. Wir haben die volle Kontrolle über das was im Napf landet.

Gibt es Hunde, die einfach kein Rohfutter mögen zu scheinen / vertragen (Allergien?) und was kann man in einem solchen Fall tun?

Oh ja! Da spreche ich aus meiner privaten Erfahrung. Ich möchte ehrlich sein, denn das ist eines der wichtigsten Punkten bei Dogtisch, mein Hund verträgt B.A.R.F. leider nicht.

B.A.R.F. ist kein Allheilmittel, so wie es immer wieder gerne verkauft wird. Es ist eine hervorragende Möglichkeit den Hund artgerecht zu ernähren, doch man muss erstens genau wissen wie und zweitens sollte einem bewusst sein, dass der Hund ein Individuum ist, und es eventuell nicht vertragen könnte.

Wenn man merkt, dass ein Hund B.A.R.F. nicht verträgt, sollte man ihn auf keinen Fall dazu zwingen. Eine angepasste Ration oder ein Wechsel auf gekochtes Futter ist möglich. Allergien nur auf B.A.R.F. gibt es nicht, denn eine Allergie ist ein körperliches Defizit, das Proteine markiert und diese kommen in anderen Fertigfuttern ebenso vor.

Wie wird dein Onlinekurs Dogtisch Academy angenommen und welche Art von Rückmeldung erhältst du von Kunden?

Eigenlob stinkt bekanntlich. Und ich möchte hier auch nicht weit ausholen, denn jeder muss sich selbst von der Qualität der Ausbildung überzeugen. Doch worauf ich wirklich stolz bin, ist der Zusammenhalt der Gruppe, der Wert, welcher sich gegenseitig geschenkt wird.

Ich bekomme sehr viele positive Rückmeldungen für die Verständlichkeit und die Objektivität die der Kurs bietet. Ich freue mich sehr auf die weiteren Jahre mit den Teilnehmern und bin über jeden einzelnen Menschen dankbar, der den Mut hat, sich in die Ernährung des Hundes zu stürzen. Es ist an der Zeit, dass das Wissen für jeden zugänglich ist und Hunde ein schmackhaftes und artgerechtes Leben führen.

Ganz lieben Dank nochmal an Paulina von der Dogtisch Academy.

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