Die Ausbildung zum Rettungshund

Ausbildung zum Rettungshund

Die Ausbildung zum Rettungshund ist eine spannende sowie sinnvolle Beschäftigung…

Vielleicht haben Sie auch schon einmal Rettungshunde im Fernsehen gesehen und sich gefragt, ob Ihr Hund das nicht auch machen könnte. Rettungshunde sind nämlich nicht nur exzellent ausgebildet, sondern sie sind auch besonders gut erzogen – ja sie müssen es sogar sein.

Ausbildung zum Rettungshund

Rettungshund ist nicht gleich ein Rettungshund. Es gibt

  • Trümmersuchhunde,
  • Flächensuchhunde und
  • Mantrailer.

Diese Unterscheidung ist dabei sehr wichtig, da sich die Ausbildung unterscheidet und die Rettungshunde je nach ihrem ausgebildeten Gebiet eingesetzt werden.

Trümmersuchhunde sind Rettungshunde, die in Trümmern und sehr unwegsamen Gelände eingesetzt werden, um nach Menschen zu suchen. In eingestürzten Häusern, beispielsweise nach Naturkatastrophen, kommen Trümmersuchhunde zum Einsatz.

Flächensuchhunde hingegen sind auf die Suche trainiert, Menschen im Gelände, beispielsweise in Wäldern, zu finden. Bei vermissten Personen werden Flächensuchhunde zur Suche mit eingesetzt.

Mantrailer sind ganz spezielle Rettungshunde, die gezielt eine Person „erschnüffeln“ können. Mantrailer sind nämlich dazu ausgebildet worden, anhand von Kleidungsstücken einer vermissten Person, diese aufzuspüren, zum Beispiel in vollen Städten.

Beim Mantrailing sucht der Hund dann ausschließlich nach der vermissten Person und nicht generell nach vermissten Personen, wie ein Flächensuchhund oder ein Trümmersuchhund. Mehr dazu im Video:

Stöber- und Jagdhunde sind oft Rettungshunde

Für die Arbeit als Rettungshunde eignen sich insbesondere Stöber- und Jagdhunde sehr gut. Spaniel und Retriever sind hier wohl vor allem zu nennen. Auch Bloodhounds oder Schäferhunde sind eigentlich typische Arbeitshunde.

Generell lassen sich die meisten Hunde als Rettungshunde ausbilden, da sie einfach eine sehr feine Spürnase haben. Hunde riechen ja bekanntlich weitaus besser als Menschen. Dass sich vor allem Hunderassen für die Arbeit als Rettungshunde eignen, die zu den Stöber- und Jagdhunden gehören.

Schließlich haben diese Hunde schon die genetische Veranlagung für das Suchen. Dennoch können eigentlich alle Hunde als Rettungshunde ausgebildet werden, die Spaß daran haben.

Von klein auf zum Rettungshund

Normalerweise beginnt die Ausbildung zum Rettungshund schon im Welpenalter oder im Junghundealter. Das sollten Sie schon wissen, da die Ausbildung zum Rettungshund auch bis zu drei Jahre in Anspruch nehmen kann. Natürlich ist es ach möglich, einen älteren Hund auszubilden und viele Hundestaffeln machen das auch.

Jedoch lernen Hunde eben besonders gut in jungen Jahren, so wie auch Kinder. Zunächst einmal muss Ihr Liebling jedoch eine Eignungsprüfung ablegen, bevor Sie zusammen mit ihm mit der Ausbildung beginnen können. Nicht jeder Hund ist für die Arbeit als Rettungshund geschaffen.

Kriterien, die Ihr Hund mitbringen muss, sind beispielsweise:

  • Ihr Hund darf keinerlei Anzeichen von Aggressivität aufweisen
  • Ihr Hund muss menschenbezogen sein
  • Ihr Hund darf nicht ängstlich sein
  • Ihr Hund sollte auch auf Sie bezogen sein
  • Ihr Hund muss verträglich mit Artgenossen sein
  • Ihr Hund sollte Spaß am Lernen haben

Daneben werden diese einzelnen Kriterien oft noch im Eignungstest spezifiziert, sodass wirklich eine genaue Einschätzung vorgenommen wird, ob Ihr Hund vielleicht in ein paar Jahren schon ein Rettungshund ist.

Ausbildung auch für den Hundehalter

Ist Ihr Hund für die Ausbildung als Rettungshund geeignet, dann kann es auch gleich losgehen, für Sie beide allerdings. Denn nicht nur Ihr Hund wird ausgebildet, Sie werden es auch. Dies ist ebenfalls ein Grund, warum die „Beschäftigung“ als Rettungshund so sinnvoll ist. Ihre Bindung zum Hund wird gestärkt und Sie machen etwas mit Ihrem Hund.

Ihre Ausbildung umfasst dabei nicht nur, wie man als Hundeführer handelt.

Sie müssen

  • natürlich auch Kartenlesen lernen,
  • wissen, wie man mit dem Sprechfunk umgeht,
  • Erste Hilfe leisten können,
  • wissen, welche Einsatztaktiken es gibt
  • und noch einige Dinge mehr, die wenig mit dem Hund zu tun haben.

Übrigens, meist machen Sie als Hundeführer auch einen Kurs für die Ersthilfe beim Hund!

Zeit und Spaß sollten Sie mitbringen

Für Ihre Ausbildung und die Ihres Hundes sollten Sie auf jeden Fall Spaß an der Arbeit als Hundeführer mitbringen und viel Zeit. Die Ausbildung zum Rettungshundeteam ist nämlich sehr zeitintensiv. Zumeist wird mehrmals die Woche trainiert und auch schon mal einen ganzen Tag.

Da die Ausbildungszeit etwa eineinhalb bis drei Jahre umfasst, ist eine Menge Zeit nötig, die Sie aufbringen müssen. So mal eben auf die Schnelle ist nämlich bei dieser Hundeaktivität nicht möglich. Dafür trägt Ihre Geduld hinterher aber auch Früchte. Weitere Infos im Video:

Wer weiß, vielleicht ist es dann Ihr Hund, der man ein Menschenleben rettet? Ganz nebenbei wird Ihr Hund in der Ausbildungszeit natürlich auch noch sehr gut erzogen. Eine Hundeschule brauchen Sie daher nicht besuchen.

Rettungshundestaffeln gibt es in vielen Organisationen

Falls Sie jetzt schon Feuer und Flamme sind, aber nicht wissen, wie Sie die ganze Sache angehen sollen, dann hier ein kleiner Tipp. Suchen Sie einfach nach einer Rettungshundestaffel in Ihrer Gegend und melden Sie sich dort.

Mehr Informationen gibt der Deutsche Rettungshundeverein e.V.

Es wird bestimmt eine Hundestaffel in der Nähe Ihres Wohnortes geben. Schließlich gibt es Rettungshundestaffeln in nahezu allen Organisationen wie ABS, DRK, Johanniter, Malteser und anderen Vereinen.

Hund trainieren - Einfaches Hundetraining