Für eine stressfreie Hundeerziehung ist es wichtig, dass Sie bereits im Welpenalter damit beginnen. Gerade junge Hunde sind wissbegierig und mit Freude dabei, wenn es ans Lernen geht.

Es ist übrigens keine bloße Angstmache, dass ein „verzogener“ Hund – je älter er ist – mit dem Erlernen von gesunden Verhaltensregeln sehr große Schwierigkeiten hat.

Autorität als Schlüssel zum Erfolg

Machen Sie sich bei der Erziehung Ihres Hundes immer bewusst, dass Sie die Position des Rudelführers einnehmen. Deshalb ist es wichtig, dass Sie bei allen Erziehungsmaßnahmen eine gewisse Autorität zeigen. Der Hund muss immer merken, wer der Chef ist.

An erster Stelle steht jedoch immer das Lob. Nichts motiviert den Hund so wie ein Lob von Herrchen oder Frauchen. Neben Autorität sind bei der Hundeerziehung noch folgende Eigenschaften gefragt:

> Konsequenz

> Geduld

> Freundlichkeit

> Gelassenheit

Dazu ist wichtig, dass Sie immer auf den Tonfall in Ihrer Stimme achten. Geben Sie dem Hund einen Befehl, dann sollte auch der Ton entschlossen sein. Der Hund erkennt in diesem Fall sofort, dass Sie eine schnelle Reaktion von ihm erwarten.

Wenn Sie den Hund loben, dann sollte auch die Stimme entsprechend zufrieden klingen. Dazu achten Hunde immer auch auf Ihre Körpersprache. Die Körpersprache und die Stimme sollten immer dasselbe aussagen. Wenn Sie beispielsweise wild mit den Armen fuchteln, so verwirrt dies den Hund. Am besten überlegen Sie sich zu jeder Anweisung auch eine passende Handbewegung.

Welpen-Erziehung vom ersten Tag an…

Mit der Erziehung sollten Sie direkt beim Einzug des Hundes beginnen. Machen Sie ihm von Anfang deutlich, was er darf und was nicht. Wenn Sie von Anfang an klare Linien einhalten, dann machen Sie sich das Zusammenleben mit dem Hund wesentlich einfacher.

Klären Sie von Beginn an, wo der Hund sein „Plätzchen“ hat. Lassen Sie den Welpen auf die Couch oder ins Bett, so werden Sie dies dem erwachsenen Hund kaum noch abgewöhnen können.

Der Hund sollte tagsüber einen festen Platz in Ihrer Nähe haben. Auch nachts ist der Hund gerne in der Nähe seines „Rudels“. Richten Sie deshalb am besten für nachts einen Platz im Schlafzimmer oder im Zimmer davor ein.

> Weitere Tipps zur Welpenerziehung…

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Den Hund an der Leine führen

Betrachtet man sich manche Hundebesitzer, so stellt sich oftmals die Frage, wer hier wen an der Leine führt. Im Privatbereich ist es sinnvoll, wenn Sie den Hund immer auf der rechten und dem Verkehr abgewandten Seite laufen lassen.

Üben Sie mit dem Hund gleich zu Beginn regelmäßige Richtungswechsel. Sollte der Hund zögern, dann ermuntern Sie ihn freundlich.

Klappt alles hat er sich natürlich auch ein ordentliches Lob in Form von Streicheleinheiten verdient. (Seien Sie sparsam mit Leckerlies)

Bei Welpen reicht ein kurzer Ruck an der Leine völlig aus. Wenn der Hund zieht, dann ermahnen Sie ihn konsequent, damit dies nicht zu einer Unart wird. Sie können dabei die Leine etwas strammer halten. Anschließend nicht vergessen diese wieder locker zu lassen. (hier mehr über das Leinentraining…)

Das alleine bleiben lernen

Jeder Hund muss lernen, dass er auch mal alleine bleiben muss. Der Grundstein gegen Trennungsangst wird im Welpenalter gelegt. Achten Sie jedoch darauf, dass dies nicht überhandnimmt. Mehr als vier Stunden pro Tag sollte Ihr Liebling (auch ausgewachsen) nicht alleine sein.

Vorgehensweise in kompakten Schritten:

  1. Geben Sie dem Hund beispielsweise den Befehl „Bleib“ und verlassen Sie den Raum. Sollte er winseln und an der Tür kratzen folgt ein scharfes „Aus“.
  2. Gehen Sie unter keinen Umständen ins Zimmer, da der Hund sonst denkt sein Jaulen hätte Sie dazu veranlasst.
  3. Ist der Hund ruhig, gehen Sie wieder ins Zimmer und loben ihn ausgiebig.
  4. Dehnen Sie die Zeitspanne anschließend immer weiter aus, bis Sie sich schließlich auch aus der Wohnung entfernen können.

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